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Solidarsemesterbündnis zufrieden mit der hohen Teilnahme an Solidardemo

Posted in Pressemitteilung

Die Solidarsemester-Demonstration vor dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) am
28.08.2020 wurde von knapp 100 Studentinnen besucht. Die Veranstalterinnen
(LandesAStenKonferenz, Grüne Jugend, Jusos, Linksjugend solid, DGB Jugend, Bund Ausländischer
Studentinnen, sowie der fzs (Bundesverband der Studentinnen) sind zufrieden mit der Anzahl der
Teilnehmerinnen: „Trotz der laufenden Prüfungsphase und der weiten Anfahrt sind viele Studentinnen aus allen Ecken Niedersachsens zusammengekommen. Die Corona bedingten
Maßnahmen konnten während der Demo gut eingehalten werden.“
Einen Tag vor der Versammlung wurde die LandesAStenKonferenz (LAK) zu einem Gespräch mit dem
MWK eingeladen, Birte Spekker und Daryoush Danaii berichten: „Es war ein längst überfälliges
Gespräch, nachdem die unbeantworteten Briefe an Herrn Thümler keine Wirkung gezeigt haben und
das MWK keinen Kontakt zu den Studentinnen gesucht hat.“ Das Gespräch fand aus Sicht der Organisatorinnen auf Augenhöhe statt, trotzdem wird das Ministerium abwarten und nicht den
Forderungen des Solidarsemester-Bündnisses nachkommen. Das Bündnis fordert schon seit April
eine Nichtanrechnung des Semesters, sowie wirksame finanzielle Hilfen für Studentinnen, die ihren Job verloren haben. Enttäuschend war auch, dass Herr Thümler selbst nicht anwesend war. Der Bericht zum Gespräch zwischen LAK und MWK wurde auf der Demo als unhaltbar wahrgenommen. Viele Studentinnen haben nach der Umsetzung der Forderungen des
bundesweiten Solidarsemester-Bündnisses in einigen Bundesländern auf ein Nachziehen vom
niedersächsischen Wissenschaftsministerium gehofft. Laut der LandesAStenKonferenz Niedersachsen
wurde bereits für 76,5% der Studentinnen in Deutschland eine Regelung zur Nichtanrechnung des Semesters getroffen, dazu zählen: Hessen (264 789), Baden-Württemberg (357 429), Nordrhein- Westfalen (776 071), Bayern (394 278), Sachsen (107 963), sowie Berlin (193 650), Sachsen-Anhalt (54 476) und Schleswig Holstein (65 151). Folglich haben schon zwei Millionen Studentinnen eine
Regelung zur Nichtanrechnung des Semesters, was 76.55 % der Studentinnen bundesweit (2.892.044) entspricht. Tenor unter den Teilnehmerinnen der Demonstration war:
„Die niedersächsichen Studentinnen haben ein besonders herausforderndes Semester absolvieren müssen. Teilweise konnten sie Seminare nicht belegen, weil diese nicht online stattfinden konnten. Sie litten aber auch unter dem Verlust ihrer Jobs, geschlossenen Bibliotheken und fehlendem Austausch mit ihren Kommilitoninnen. Nicht alle konnten mit ausreichender technischer
Ausstattung an den größtenteils online stattfindenden Lehrveranstaltungen teilnehmen. Dies führte
zu finanziellen, psychischen und physischen Problemen. Welche dies genau sind, wird durch eine
landesweite Umfrage der LAK derzeit ermittelt: t1p.de/LAK-Umfrage. Klar ist aber, dass durch dieses
Corona-Semester die Lebensläufe vieler Studentinnen zerrissen wurden und die Nichtanrechnung, kombiniert mit finanziellen Hilfen, dies mildern könnte. Hinzu kommt, dass durch die Nichtanrechnung in anderen Bundesländern zukünftig niedersächsische Studentinnen im Vergleich
benachteiligt werden würden.“

Das Bündnis zum Solidarsemester in Niedersachsen wird weiterhin seine Forderungen
aufrechterhalten und sich so für die Student*innen in Niedersachsen einsetzen. Unter folgendem
Link können alle Forderungen zum Solidarsemester gefunden werden. Hier wird auch besonders auf

die Herausforderungen für internationale Student*innen, sowie Eltern im Studium eingegangen:
https://solidarsemester.de/