Aktionstag „Alles muss man selber machen: Sozialen Fortschritt erkämpfen!“ 
in Hessen am 24. April 2013

Für heute hat die LandesAstenKonferenz Hessen einen dezentralen Aktionstag unter dem Motto „Alles muss man selber machen: Sozialen Fortschritt erkämpfen!“ in dem Bundesland ausgerufen. Aktionen finden u.a. in Marburg, Darmstadt und Frankfurt am Main statt. Die LandesAstenKonferenz Niedersachsen begrüßt, dass mit dem Aufruf zu dem Aktionstag neben Studierenden auch weitere Gruppen wie Schüler*innen, Lehrende, Migrant*innen, Arbeitslose und Lohnabhängige angesprochen werden.

Michaela Lange für die LandesAstenKonferenz Niedersachsen dazu: „Probleme wie Wohnungsnot, nicht nur unter Studierenden, sind weiterhin ungelöst. Sich verschärfende soziale Konflikte werden vermehrt mit dem Ausbau staatlicher Überwachung beantwortet. Besonders unter dem Eindruck der Krise stellt die Politik ihr Handeln regelmäßig als ,alternativlos‘ dar. Um sozialen Fortschritt erkämpfen zu können, ist ein solidarisches Vorgehen notwendig.“

Der Aktionstag fällt zeitlich mit der Räumung des Instituts für vergleichende Irrelevanz (IvI) in Frankfurt am Main durch die Polizei am Montag zusammen. Das IvI war über neun Jahre lang ein selbstverwalteter Freiraum an der Universität Frankfurt. Im Jahr 2012 war das Gebäude von dem Immobilienunternehmen Franconofurt gekauft worden.

Bastian Saß für die LandesAstenKonferenz Niedersachsen erklärt: „Das IvI befand sich in einem ehemals leerstehenden Unigebäude, das während der Studierendenproteste im Jahr 2003 besetzt wurde. Die Nutzung wurde durch die Unileitung bis ins Jahr 2012 geduldet. Dann erfolgte der Verkauf des Gebäudes, ohne dass zuvor eine politische Diskussion über die Zukunft des Instituts geführt worden wäre.“

Michaela Lange für die LandesAstenKonferenz Niedersachsen abschließend: „Die Präambel der Satzung der LandesAstenKonferenz Niedersachsen verpflichtet diese darauf, sich für eine emanzipatorische Gesellschaft einzusetzen. Studentische Freiräume sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass abseits des von Verwertungslogik geprägten Hochschulbetriebs über eine gesellschaftliche Alternative nachgedacht werden kann. Das Instituts für vergleichende Irrelevanz (IvI) war ein solcher Ort, an dem selbstverwaltet Konzerte, Ausstellungen, Lesekreise, Vorträge, Kongresse und Partys stattgefunden haben. Wir verurteilen die Räumung des IvI auf das Schärfste. Die in der Gesellschaft herrschenden Widersprüche werden sich nicht mit Hilfe von Polizei und Gerichtsvollzieher*innen lösen lassen. Dem Institut für vergleichende Irrelevanz sind umgehend Räume zur Verfügung zu stellen, um eine Fortsetzung dieses Projekts zu ermöglichen.“