Offener Brief an Herrn Thümler und das MWK zum Thema Studentische Wohnungsnot in Niedersachsen

Wir sind es gewohnt, dass Regierungsvertreter*innen gegenüber uns Studierenden freundlich auftreten, sich ihrer Zielgruppe anpassen und sehr interessiert erscheinen. Aus diesem Kontext heraus sind auch Treffen zwischen dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur und den Vertreter*innen der Studierendenschaften entstanden.

Zum Thema der studentischen Wohnungsnot wurde auf der letzten Sitzung eine rege Diskussion geführt. Minister Thümler erwähnte, dass es niedersachsenweit 509 neue Wohnheimplätze geben soll – AStA Vertreter*innen entgegneten, dass diese nicht einmal in Göttingen den Bedarf für Studierende decken könnten. Beim Gespräch über mögliche Wohngegenden in Hannover, zum Beispiel im 30 ÖPNV-Minuten entfernten Vorort Wunstorf, schlug Herr Thümler vor Wohnheime zu bauen oder sich als AStA generell wohnungsbaugenossenschaftlich zu organisieren, um mehr Wohnraum zu schaffen.

Im Nachgang zu diesem Gespräch, das Herr Thümler früher verließ, um sich in einem Telefonat um Finanzen zu kümmern, stellte sich bei einer Rücksprache mit einer Justiziarin heraus, dass es trotz „guter Zinsen für Immobilienerwerb“ rechtlich nicht möglich ist die kritische Lage von Studierenden für Studierende selbst zu verbessern. Eine Anfrage der Grünen an die Landesregierung stellte heraus, dass Minister Thümler diese Vorschläge weniger ernst als einen Impuls über neue Konzepte und Möglichkeiten nachzudenken meinte.

Bezahlbarer Wohnraum in Hochschulnähe ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes und erfolgreiches Studium. Auch in Niedersachsen steigt die Zahl der Studierenden von Jahr zu Jahr und die Landesregierung reagiert nicht auf den steigenden Bedarf an Wohnraum für diese Menschen. Der Preis sind oftmals lange Zugfahrten oder mehrere Nebenjobs, die den Fokus auf die Lehre stark beeinträchtigen. Eine exzellente Ausbildung kommt nicht durch den Status einer exzellenten Universität. Ein Studium sollte allen ermöglicht werden und nicht zu einem exklusiven Gut durch fehlende finanzielle Unterstützung für das bezahlbare Leben werden.

So sehr wir als Vertreter der Studierendenschaften daran mitarbeiten wollen, liegen die Kompetenzen zur Umsetzung der Maßnahmen nicht in unserer Hand. Daher fordern wir Herrn Minister Thümler und die Landesregierung auf die kritische Lage ernst zu nehmen und Lösungsansätze auszuarbeiten. Gleiche Chancen auf Bildung sind durch den Mangel an bezahlbarem Wohnraum nicht gegeben!

Für die gute Zusammenarbeit und die Kommunikation der Bedürfnisse und Möglichkeiten ist es vorteilhaft sich weiterhin zwei Mal im Jahr mit Herrn Thümler als Vertreter zu treffen. Ein erwähnter Zeitmangel, der nur noch ein jährliches Treffen möglich mache, ist nur eine Frage der Prioritäten.

Im Namen der LandesAStenKonfernz Niedersachsen an die Landesregierung Niedersachsens


weiter infos: https://studis-gegen-wohnungsnot.com/2018/03/21/breites-buendnis-startet-wohnraumkampagne/

Lernen am Limit – auch in Niedersachsen ein unerhörtes Problem!

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Überfüllt Seminarräume, zu wenig und zu teurer Wohnraum und eine BAföG-Politik die schon lange nicht mehr den aktuellen Ansprüchen gerecht wird. Das muss sich ändern! 

Die Wohnpauschale des BAföG von 250 Euro reicht nicht annähernd, um den eigenen Wohnraum bezahlen zu können. Die Politik sowohl auf Landes als auch auf Bundesebene muss dringend reagieren. Wir fordern mehr sozialen Wohnungsbau, eine funktionierende Mietpreisbremse, den Ausbau von Wohnheimplätzen, die Unterstützung von alternativen Wohnkonzepten und die Nutzung von Leerstand!

Seminar und Vorlesungsräume platzen aus allen Nähten. Wir fordern eine Rückbesinnung auf das humboldtsche Bildungsideal. Selbstbestimmtes Lernen, Entfaltung der persönlichen Fähigkeiten und Talente sind nur möglich, wenn eine bedarfsgerechte Finanzierung der Hochschulen einschließlich der flächendeckenden Schaffung von besseren Beschäftigungsverhältnissen an allen Hochschulen, besseren Lehrbedingungen und eine verbesserte Betreuungsrelation ermöglicht wird.

Der soziale Hintergrund eines Menschen sollte nicht bestimmen, ob er oder sie studieren kann. Von 100 Studis kommen 21 aus nicht-Akademiker*innenhaushalten. Wir fordern ein Studium ohne Bildungs- Und Studiengebühren und ein BAföG, das mehr Studis unabhängig von ihrer Lebens- und Studiensituation zugänglich gemacht wird, den Bedarf deckt und als Vollzuschuss ausgezahlt wird!

Wir sprechen uns im Namen der Studierenden von Niedersachsen FÜR die Kampagne von Lernfabriken meutern „Lernen am Limit“ aus! Es ist allerhöchste Zeit sich auf allen politischen Ebenen mit der Realität der Studierenden auseinanderzusetzen. Wie wird sich die Attraktivität eines Studiums in der Zukunft entwickeln, wenn man keine bezahlbare Wohnung am Studienort, seine Lebenshaltungskosten nur mit einem Vollzeitjob neben einem Vollzeitstudium bezahlen kann, weil die staatlichen Förderungen mit utopischen Pauschalen rechnen und die Hochschulen nicht an der richtigen Stelle investieren?

Mehr Infos hier:

LandesAStenKonferenz Niedersachsen solidarisiert sich mit Besetzung der Ateliers an der HBK Braunschweig

In ihrer Sitzung vom 27. Oktober hat sich die LandesAStenKonferenz Niedersachsen ohne Gegenstimmen entschlossen, sich mit der Besetzung der Ateliers der HBK Braunschweig in der Blumenstraße zu solidarisieren.

Die Räumlichkeiten sind seit inzwischen über zwei Wochen besetzt um gegen die plötzliche und willkürliche Änderung der Schließzeiten des Gebäudes im Speziellen und die Forcierung der Universitätsleitung die Kunsthochschule in einen durchökonomisierten Anstaltsbetrieb umzuwandeln im Allgemeinen zu protestieren.

Friedrich Paun von der Koordination der LandesAStenKonferenz erklärt: „Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit der Besetzung der Blumenstraße. Das Präsidium hat seine neoliberale Agenda zu lange auf Kosten der Studierenden und auch aller anderen Universitätsangehörigen durchgedrückt. Wir unterstützen die Forderung nach einem Runden Tisch und fordern die Universitätsleitung auf, endlich Vernunft anzunehmen.“

Landtagswahl in Niedersachsen – Studierende dürfen nicht vergessen werden

Nach den vorgezogenen Landtagswahlen in Niedersachsen steht zwar das vorläufige amtliche Wahlergebnis fest, über eine mögliche neue Regierungskoalition kann aber bisher nur spekuliert werden. Die LandesAStenKonferenz Niedersachsen nutzt dennoch die Gelegenheit zu einem Aufruf an die Parteien studentische Belange auch nach dem Wahlkampf in den Koalitionsgesprächen nicht zu vergessen. „Die Landtagswahl mag vorüber sein, doch das Wintersemester und damit für viele Erstsemester auch das Studium, hat gerade erst begonnen. Wir wollen daher alle Parteien erinnern, studentische Belange in den Koalitionsverhandlungen zu vergessen. Unter anderem: Die Abschaffung von Langzeitstudiengebühren und Verwaltungskostenbeiträgen, der Sanierungsstau an den Universitäten, die Verbesserung der sozialen Infrastruktur für Studierende, Einführung der Viertelparität in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung, Gleichstellung aller Geschlechter und natürlich ein gerechter Bildungszugang für alle.“, erklärt Friedrich Paun von der Koordination der LandesAStenkonferenz.

Die LandesAStenKonferenz sieht darüber hinaus den Einzug der AfD in den niedersächsischen Landtag mit Sorge. Friedrich Paun erklärt abschließend: „Die Landesastenkonferenz positioniert sich klar gegen jede Form der Diskriminierung, wie Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie. Die AfD ist eine Partei, die sich immer wieder offen gegenüber solchen Einstellungen gezeigt hat und mehrere ihrer Mitglieder haben Kontakte in die extreme Rechte. Wir finden es empörend, dass nun eine Bande von Rechtspopulisten im niedersächsischen Landtag sitzen wird.“

Offener Brief der Studierendenschaften zur Thematik ‚Rahmenvertrag VG-Wort/KMK‘

In der letzten Woche haben KMK und VG Wort erklärt, dass ein erneutes Verhandlungsteam sich mit der Situation auseinandersetzen wird und heute haben diese Verhandlungen bereits zu den ersten Ergebnissen geführt. Als Zwischenlösung wird es bis September 2017 wie bisher eine pauschale Vergütung für die Ansprüche der VG Wort geben (siehe genaueres). Dies begrüßen wir ausdrücklich. Jedoch kann dies nur ein erster Schritt sein und es müssen jetzt schnell weitere unter explizitem Einbezug der Studierenden erfolgen. Weiterlesen

Studieren wie in den 90ern? Wir sehen uns am Kopierer!

Ab dem 1.1.2017 werden nach aktuellem Stand die Möglichkeiten, Studierenden auf legale Weise Lehrmaterialien zur Verfügung zu stellen, deutlich eingeschränkt.

Die Kultusministerkonferenz (KMK), der Bund und die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) haben sich auf einen neuen Rahmenvertrag zur Vergütung von Ansprüchen für Nutzungen von wissenschaftlicher Literatur nach § 52a UrhG an öffentlichen Hochschulen verständigt. Weiterlesen

Einladung zur Sitzung der LandesAStenKonferenz Niedersachsen am 17.10.2016 um 16 Uhr im AStA der Uni Hannover

Liebe Studi-Vertretungen in Niedersachsen, liebe Interessierte,

hiermit möchten wir euch zur nächsten Sitzung der LAK Niedersachsen einladen. Die Sitzung wird am Montag, den 17.10.2016 um 16:00 Uhr im AStA der Uni Hannover stattfinden. Weiterlesen

Verzögerungen beim e-BAföG – oder ‚alles wird gut‘?

Nach Presseberichten über eine Verzögerung bei den BAföG-Auszahlungen hat das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) nun Entwarnung gegeben. Die niedersächsische ASten bleiben skeptisch.

„Wir freuen uns, dass das MWK das Problem erkannt hat und mit den Studierendenwerken zusammen nach Lösungen sucht“ sagt Thorben J. Witt, Koordinator der Landes-ASten-Konferenz. „Ob mögliche Verzögerungen jedoch den vielen Neuanträgen aufgrund des Wintersemesters und der Änderung des Freibetrages zuzuschreiben sind, ist fraglich. Wir werden das in den kommenden Monaten beobachten. Solange sind wir erst einmal skeptisch gegenüber der ‚alles wird gut‘-Rhetorik des Ministeriums.“
Lisa Apking, Sprecherin des AStAs Uni Lüneburg dazu weiter: „Wir wundern uns auch weiterhin über die technischen Probleme, die bei einer Vorlaufzeit von zwei Jahren durchaus vermeidbar gewesen wären.“ Weiterlesen

Zelten statt Wohnen – Was droht den Studierenden in Niedersachsen?

Die Studienzulassung im Briefkasten, ein neuer Lebensabschnitt beginnt, alles scheint perfekt! Und was tun, wenn kein Wohnraum verfügbar ist? Na, dafür gibt’s doch Studierendenwohnheime! Meist vom Studentenwerk. Doch leider ist es für Studierende nicht so unkompliziert, wie es klingt. Um über massive Probleme zu sprechen, die es bezüglich des studentischen Wohnraums und der finanziellen Belastung seitens der Studentenwerke gibt, wird es am 27.07. ein Gespräch zwischen Studentenwerksvertreter*innen aus Niedersachsen und Landtagsabgeordneten der SPD geben.

Verschiedene Niedersächsische ASten veröffentlichen Pressemitteilungen rund um das Thema studentisches Wohnen und die entsprechenden Kosten. Weiterlesen

Studierendenvertretungen warnen vor Einschränkung von Partizipationsrechten an Hochschulen durch die Exzellenzinitiative

Die hier gemeinsam agierenden Studierendenvertretungen lehnen die Vorschläge der Imboden-Kommission als Abgesang auf Demokratie und Partizipation an deutschen Hochschulen und die Exzellenzinitiative insgesamt als falsches wissenschaftspolitisches Mittel entschieden ab. Sie warnen ausdrücklich vor einem Befeuern von prekärer Beschäftigung, einer weiteren Entdemokratisierung der Universitäten, regionalen Verwerfungen, sozialer Selektivität und Verteilungskämpfen an den Hochschulen! Weiterlesen