Lernen am Limit – auch in Niedersachsen ein unerhörtes Problem!

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Überfüllt Seminarräume, zu wenig und zu teurer Wohnraum und eine BAföG-Politik die schon lange nicht mehr den aktuellen Ansprüchen gerecht wird. Das muss sich ändern! 

Die Wohnpauschale des BAföG von 250 Euro reicht nicht annähernd, um den eigenen Wohnraum bezahlen zu können. Die Politik sowohl auf Landes als auch auf Bundesebene muss dringend reagieren. Wir fordern mehr sozialen Wohnungsbau, eine funktionierende Mietpreisbremse, den Ausbau von Wohnheimplätzen, die Unterstützung von alternativen Wohnkonzepten und die Nutzung von Leerstand!

Seminar und Vorlesungsräume platzen aus allen Nähten. Wir fordern eine Rückbesinnung auf das humboldtsche Bildungsideal. Selbstbestimmtes Lernen, Entfaltung der persönlichen Fähigkeiten und Talente sind nur möglich, wenn eine bedarfsgerechte Finanzierung der Hochschulen einschließlich der flächendeckenden Schaffung von besseren Beschäftigungsverhältnissen an allen Hochschulen, besseren Lehrbedingungen und eine verbesserte Betreuungsrelation ermöglicht wird.

Der soziale Hintergrund eines Menschen sollte nicht bestimmen, ob er oder sie studieren kann. Von 100 Studis kommen 21 aus nicht-Akademiker*innenhaushalten. Wir fordern ein Studium ohne Bildungs- Und Studiengebühren und ein BAföG, das mehr Studis unabhängig von ihrer Lebens- und Studiensituation zugänglich gemacht wird, den Bedarf deckt und als Vollzuschuss ausgezahlt wird!

Wir sprechen uns im Namen der Studierenden von Niedersachsen FÜR die Kampagne von Lernfabriken meutern „Lernen am Limit“ aus! Es ist allerhöchste Zeit sich auf allen politischen Ebenen mit der Realität der Studierenden auseinanderzusetzen. Wie wird sich die Attraktivität eines Studiums in der Zukunft entwickeln, wenn man keine bezahlbare Wohnung am Studienort, seine Lebenshaltungskosten nur mit einem Vollzeitjob neben einem Vollzeitstudium bezahlen kann, weil die staatlichen Förderungen mit utopischen Pauschalen rechnen und die Hochschulen nicht an der richtigen Stelle investieren?

Mehr Infos hier:

LandesAStenKonferenz Niedersachsen solidarisiert sich mit Besetzung der Ateliers an der HBK Braunschweig

In ihrer Sitzung vom 27. Oktober hat sich die LandesAStenKonferenz Niedersachsen ohne Gegenstimmen entschlossen, sich mit der Besetzung der Ateliers der HBK Braunschweig in der Blumenstraße zu solidarisieren.

Die Räumlichkeiten sind seit inzwischen über zwei Wochen besetzt um gegen die plötzliche und willkürliche Änderung der Schließzeiten des Gebäudes im Speziellen und die Forcierung der Universitätsleitung die Kunsthochschule in einen durchökonomisierten Anstaltsbetrieb umzuwandeln im Allgemeinen zu protestieren.

Friedrich Paun von der Koordination der LandesAStenKonferenz erklärt: „Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit der Besetzung der Blumenstraße. Das Präsidium hat seine neoliberale Agenda zu lange auf Kosten der Studierenden und auch aller anderen Universitätsangehörigen durchgedrückt. Wir unterstützen die Forderung nach einem Runden Tisch und fordern die Universitätsleitung auf, endlich Vernunft anzunehmen.“

Landtagswahl in Niedersachsen – Studierende dürfen nicht vergessen werden

Nach den vorgezogenen Landtagswahlen in Niedersachsen steht zwar das vorläufige amtliche Wahlergebnis fest, über eine mögliche neue Regierungskoalition kann aber bisher nur spekuliert werden. Die LandesAStenKonferenz Niedersachsen nutzt dennoch die Gelegenheit zu einem Aufruf an die Parteien studentische Belange auch nach dem Wahlkampf in den Koalitionsgesprächen nicht zu vergessen. „Die Landtagswahl mag vorüber sein, doch das Wintersemester und damit für viele Erstsemester auch das Studium, hat gerade erst begonnen. Wir wollen daher alle Parteien erinnern, studentische Belange in den Koalitionsverhandlungen zu vergessen. Unter anderem: Die Abschaffung von Langzeitstudiengebühren und Verwaltungskostenbeiträgen, der Sanierungsstau an den Universitäten, die Verbesserung der sozialen Infrastruktur für Studierende, Einführung der Viertelparität in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung, Gleichstellung aller Geschlechter und natürlich ein gerechter Bildungszugang für alle.“, erklärt Friedrich Paun von der Koordination der LandesAStenkonferenz.

Die LandesAStenKonferenz sieht darüber hinaus den Einzug der AfD in den niedersächsischen Landtag mit Sorge. Friedrich Paun erklärt abschließend: „Die Landesastenkonferenz positioniert sich klar gegen jede Form der Diskriminierung, wie Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie. Die AfD ist eine Partei, die sich immer wieder offen gegenüber solchen Einstellungen gezeigt hat und mehrere ihrer Mitglieder haben Kontakte in die extreme Rechte. Wir finden es empörend, dass nun eine Bande von Rechtspopulisten im niedersächsischen Landtag sitzen wird.“

Offener Brief der Studierendenschaften zur Thematik ‚Rahmenvertrag VG-Wort/KMK‘

In der letzten Woche haben KMK und VG Wort erklärt, dass ein erneutes Verhandlungsteam sich mit der Situation auseinandersetzen wird und heute haben diese Verhandlungen bereits zu den ersten Ergebnissen geführt. Als Zwischenlösung wird es bis September 2017 wie bisher eine pauschale Vergütung für die Ansprüche der VG Wort geben (siehe genaueres). Dies begrüßen wir ausdrücklich. Jedoch kann dies nur ein erster Schritt sein und es müssen jetzt schnell weitere unter explizitem Einbezug der Studierenden erfolgen. Weiterlesen

Studieren wie in den 90ern? Wir sehen uns am Kopierer!

Ab dem 1.1.2017 werden nach aktuellem Stand die Möglichkeiten, Studierenden auf legale Weise Lehrmaterialien zur Verfügung zu stellen, deutlich eingeschränkt.

Die Kultusministerkonferenz (KMK), der Bund und die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) haben sich auf einen neuen Rahmenvertrag zur Vergütung von Ansprüchen für Nutzungen von wissenschaftlicher Literatur nach § 52a UrhG an öffentlichen Hochschulen verständigt. Weiterlesen

Einladung zur Sitzung der LandesAStenKonferenz Niedersachsen am 17.10.2016 um 16 Uhr im AStA der Uni Hannover

Liebe Studi-Vertretungen in Niedersachsen, liebe Interessierte,

hiermit möchten wir euch zur nächsten Sitzung der LAK Niedersachsen einladen. Die Sitzung wird am Montag, den 17.10.2016 um 16:00 Uhr im AStA der Uni Hannover stattfinden. Weiterlesen

Verzögerungen beim e-BAföG – oder ‚alles wird gut‘?

Nach Presseberichten über eine Verzögerung bei den BAföG-Auszahlungen hat das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) nun Entwarnung gegeben. Die niedersächsische ASten bleiben skeptisch.

„Wir freuen uns, dass das MWK das Problem erkannt hat und mit den Studierendenwerken zusammen nach Lösungen sucht“ sagt Thorben J. Witt, Koordinator der Landes-ASten-Konferenz. „Ob mögliche Verzögerungen jedoch den vielen Neuanträgen aufgrund des Wintersemesters und der Änderung des Freibetrages zuzuschreiben sind, ist fraglich. Wir werden das in den kommenden Monaten beobachten. Solange sind wir erst einmal skeptisch gegenüber der ‚alles wird gut‘-Rhetorik des Ministeriums.“
Lisa Apking, Sprecherin des AStAs Uni Lüneburg dazu weiter: „Wir wundern uns auch weiterhin über die technischen Probleme, die bei einer Vorlaufzeit von zwei Jahren durchaus vermeidbar gewesen wären.“ Weiterlesen

Zelten statt Wohnen – Was droht den Studierenden in Niedersachsen?

Die Studienzulassung im Briefkasten, ein neuer Lebensabschnitt beginnt, alles scheint perfekt! Und was tun, wenn kein Wohnraum verfügbar ist? Na, dafür gibt’s doch Studierendenwohnheime! Meist vom Studentenwerk. Doch leider ist es für Studierende nicht so unkompliziert, wie es klingt. Um über massive Probleme zu sprechen, die es bezüglich des studentischen Wohnraums und der finanziellen Belastung seitens der Studentenwerke gibt, wird es am 27.07. ein Gespräch zwischen Studentenwerksvertreter*innen aus Niedersachsen und Landtagsabgeordneten der SPD geben.

Verschiedene Niedersächsische ASten veröffentlichen Pressemitteilungen rund um das Thema studentisches Wohnen und die entsprechenden Kosten. Weiterlesen

Studierendenvertretungen warnen vor Einschränkung von Partizipationsrechten an Hochschulen durch die Exzellenzinitiative

Die hier gemeinsam agierenden Studierendenvertretungen lehnen die Vorschläge der Imboden-Kommission als Abgesang auf Demokratie und Partizipation an deutschen Hochschulen und die Exzellenzinitiative insgesamt als falsches wissenschaftspolitisches Mittel entschieden ab. Sie warnen ausdrücklich vor einem Befeuern von prekärer Beschäftigung, einer weiteren Entdemokratisierung der Universitäten, regionalen Verwerfungen, sozialer Selektivität und Verteilungskämpfen an den Hochschulen! Weiterlesen

„Pick-Up-Artists“ und Casanovas – eine künstlerische Technik der Liebe?

Text: fantifa.frankfurt, Juni 2015

In dem von der AWO getragenen Verein K12 (Kriegkstraße 12) im Frankfurter Gallus gibt es jüngst Auseinandersetzungen um die politische Ausrichtung des Vereins. Ende 2014 übernahm ein neuer Vorstand ruckartig die Leitung des Vereins. In dem neuen Vorstand der Kriegkstraße 12 ist ein selbsternannter „Pick-Up-Artist“ der Frankfurter Flirtagentur xxxx aktiv. Die Agentur möchte Männern* Techniken vermitteln, um „Frauen zu verführen“ xxxx. Der aktuelle Vorsitzende des K12, xxxx, verharmlost die Aktivitäten seines Mitstreiters xxxx und behauptet in der Frankfurter Rundschau xxxx sei „nicht frauenfeindlich”. Weiterlesen