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Aufruf zum Kongress Lernen am Limit. Bildung, Arbeit und Leben im Kapitalismus

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Kongress Lernen am Limit.  Bildung, Arbeit und Leben im Kapitalismus

„Ich studiere nur um später reich zu werden.“

Für dich ist deine Studium mehr als ein Karrieresprungbrett?

Du willst über den Tellerrand der Leistungsgesellschaft hinaus Bildung genießen? Aber wie genau soll das Ablaufen?

Genau hierzu versucht der Kongress des Aktionsbündnis Lernfabriken Meutern „Lernen am Limit. Bildung, Arbeit und Leben im Kapitalismus“ Antworten zu geben.

Vom 23.11 bis zum 25.11 findet das Treffen in Hannover statt. Jeder ist willkommen.

Gekoppelt an die Auswertung der aktuellen Kampagne ‚Lernen am Limit‘ soll der Kongress anhand dieser und weiterer Fragen in Workshops, Vorträgen und anderen Aktionsformaten einen Raum schaffen, um konkrete Handlungsoptionen und weitere Schritte für eine emanzipatorische Bildung zu entwickeln.

Lernfabriken meutern ist ein Zusammenschluss aus Schüler*innen, Auszubildende, Student*innen und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen um breit aufgestellt den Problem des Bildungssystems entgegenzutreten und Lösungen zu finden.


Das Bündnis steht für :

  • Vollständige Kostendeckung der Hochschulen
  • Die Einführung eines bedingungslosen Studierendenhonorars in Höhe von mindestens 840 € monatlich als Vollzuschuss
  • Gleichberechtigte Mit- und Selbstbestimmung in allen Hochschul-Gremien und entsprechende Handlungsmöglichkeiten durch Viertelparität
  • Neue unbefristete Stellen im Akademischen Mittelbau, sowie neue Professuren

Das Bündnis positioniert sich gegen:

  • Die Konkurrenz von Hochschulen untereinander
  • Soziale Ausgrenzung durch Gebühren
  • Den wachsenden Einfluss von Unternehmen

Mehr Infos gibt es hier

Lernen am Limit – auch in Niedersachsen ein unerhörtes Problem!

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Überfüllt Seminarräume, zu wenig und zu teurer Wohnraum und eine BAföG-Politik die schon lange nicht mehr den aktuellen Ansprüchen gerecht wird. Das muss sich ändern! 

Die Wohnpauschale des BAföG von 250 Euro reicht nicht annähernd, um den eigenen Wohnraum bezahlen zu können. Die Politik sowohl auf Landes als auch auf Bundesebene muss dringend reagieren. Wir fordern mehr sozialen Wohnungsbau, eine funktionierende Mietpreisbremse, den Ausbau von Wohnheimplätzen, die Unterstützung von alternativen Wohnkonzepten und die Nutzung von Leerstand!

Seminar und Vorlesungsräume platzen aus allen Nähten. Wir fordern eine Rückbesinnung auf das humboldtsche Bildungsideal. Selbstbestimmtes Lernen, Entfaltung der persönlichen Fähigkeiten und Talente sind nur möglich, wenn eine bedarfsgerechte Finanzierung der Hochschulen einschließlich der flächendeckenden Schaffung von besseren Beschäftigungsverhältnissen an allen Hochschulen, besseren Lehrbedingungen und eine verbesserte Betreuungsrelation ermöglicht wird.

Der soziale Hintergrund eines Menschen sollte nicht bestimmen, ob er oder sie studieren kann. Von 100 Studis kommen 21 aus nicht-Akademiker*innenhaushalten. Wir fordern ein Studium ohne Bildungs- Und Studiengebühren und ein BAföG, das mehr Studis unabhängig von ihrer Lebens- und Studiensituation zugänglich gemacht wird, den Bedarf deckt und als Vollzuschuss ausgezahlt wird!

Wir sprechen uns im Namen der Studierenden von Niedersachsen FÜR die Kampagne von Lernfabriken meutern „Lernen am Limit“ aus! Es ist allerhöchste Zeit sich auf allen politischen Ebenen mit der Realität der Studierenden auseinanderzusetzen. Wie wird sich die Attraktivität eines Studiums in der Zukunft entwickeln, wenn man keine bezahlbare Wohnung am Studienort, seine Lebenshaltungskosten nur mit einem Vollzeitjob neben einem Vollzeitstudium bezahlen kann, weil die staatlichen Förderungen mit utopischen Pauschalen rechnen und die Hochschulen nicht an der richtigen Stelle investieren?

Mehr Infos hier:

LandesAStenKonferenz Niedersachsen solidarisiert sich mit Besetzung der Ateliers an der HBK Braunschweig

In ihrer Sitzung vom 27. Oktober hat sich die LandesAStenKonferenz Niedersachsen ohne Gegenstimmen entschlossen, sich mit der Besetzung der Ateliers der HBK Braunschweig in der Blumenstraße zu solidarisieren.

Die Räumlichkeiten sind seit inzwischen über zwei Wochen besetzt um gegen die plötzliche und willkürliche Änderung der Schließzeiten des Gebäudes im Speziellen und die Forcierung der Universitätsleitung die Kunsthochschule in einen durchökonomisierten Anstaltsbetrieb umzuwandeln im Allgemeinen zu protestieren.

Friedrich Paun von der Koordination der LandesAStenKonferenz erklärt: „Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit der Besetzung der Blumenstraße. Das Präsidium hat seine neoliberale Agenda zu lange auf Kosten der Studierenden und auch aller anderen Universitätsangehörigen durchgedrückt. Wir unterstützen die Forderung nach einem Runden Tisch und fordern die Universitätsleitung auf, endlich Vernunft anzunehmen.“

Landtagswahl in Niedersachsen – Studierende dürfen nicht vergessen werden

Nach den vorgezogenen Landtagswahlen in Niedersachsen steht zwar das vorläufige amtliche Wahlergebnis fest, über eine mögliche neue Regierungskoalition kann aber bisher nur spekuliert werden. Die LandesAStenKonferenz Niedersachsen nutzt dennoch die Gelegenheit zu einem Aufruf an die Parteien studentische Belange auch nach dem Wahlkampf in den Koalitionsgesprächen nicht zu vergessen. „Die Landtagswahl mag vorüber sein, doch das Wintersemester und damit für viele Erstsemester auch das Studium, hat gerade erst begonnen. Wir wollen daher alle Parteien erinnern, studentische Belange in den Koalitionsverhandlungen zu vergessen. Unter anderem: Die Abschaffung von Langzeitstudiengebühren und Verwaltungskostenbeiträgen, der Sanierungsstau an den Universitäten, die Verbesserung der sozialen Infrastruktur für Studierende, Einführung der Viertelparität in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung, Gleichstellung aller Geschlechter und natürlich ein gerechter Bildungszugang für alle.“, erklärt Friedrich Paun von der Koordination der LandesAStenkonferenz.

Die LandesAStenKonferenz sieht darüber hinaus den Einzug der AfD in den niedersächsischen Landtag mit Sorge. Friedrich Paun erklärt abschließend: „Die Landesastenkonferenz positioniert sich klar gegen jede Form der Diskriminierung, wie Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie. Die AfD ist eine Partei, die sich immer wieder offen gegenüber solchen Einstellungen gezeigt hat und mehrere ihrer Mitglieder haben Kontakte in die extreme Rechte. Wir finden es empörend, dass nun eine Bande von Rechtspopulisten im niedersächsischen Landtag sitzen wird.“

Gegen die Schließung des Kunsthistorischen Instituts an der Universität Osnabrück

Die LandesAstenKonferenz Niedersachsen (LAK) solidarisiert sich mit dem von der Schließung bedrohten Kunsthistorischen Institut der Universität Osnabrück und seinen Angehörigen, insbesondere mit den betroffenen Student*innen.

Die vorgesehene Schließung des Instituts ist ein weiterer Schritt der Austrocknung von Geistes- und Sozialwissenschaften, der durch die anstehenden Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen dem Präsidium der Universität Osnabrück und der Landesregierung vorangetrieben wird. Indem Forschung und Lehre an Hochschulen und Universitäten zusehends von den Interessen von Geldgeber*innen abhängig gemacht wird, verschwinden die Nischen für freie Forschung immer weiter. Dabei ist es erst mal nebensächlich, ob das Geld vom Land oder aus privaten Quellen stammt. Die Verteilung staatlicher und privater Drittmittel wird von der Bereitschaft abhängig gemacht, die eigenen Forschungsinteressen denen der Geldgeber*innen und der möglichen Verwertbarkeit der Ergebnisse unterzuordnen. Darüber hinaus legt die Politik über die Vergabe von leistungsbezogenen Mitteln, statt einer ausreichenden Grundfinanzierung, die Ausgestaltung von Studiengängen und Forschungsprojekten fest. Die Vergaben dieser Mittel erfolgt auf Grundlage von (oft genug realitätsfernen) Leistungsindikatoren, die wie die private Drittmittelvergabe immer weniger Freiheit für die freie Gestaltung von Forschung und Lehre lassen. Sind Fakultäten und Studiengänge einmal auf diese Weise als „unrentabel“ identifiziert, werden sie schnell zum Ziel von Einschnitten oder – wie gerade in Osnabrück – Schließungen. Dies ist jedoch keine Ausrede für die einzelnen Hochschulleitungen, sich der Verantwortung für diese Entscheidungen zu entledigen. Häufig unterwerfen sie sich diesen Zwängen allzu bereitwillig, statt sich für die grundsätzliche Verbesserung der Arbeits- und Studienbedingungen der Universitätsangehörigen und Student*innen einzusetzen.

Auch ist bei der geplanten Institutsschließung in Osnabrück die offenkundige Geringschätzung der Kunstgeschichte als problematisch anzusehen. Gerade in einer Zeit, in der Kunst und Kultur im öffentlichen Diskurs immer mehr Raum einnehmen, kann die Kunstgeschichte mit ihren Methoden wertvolle Beiträge leisten. Zudem bliebe damit in Niedersachsen genau ein kunsthistorisches Institut mit zwei Professuren erhalten. Für acht Millionen Menschen und ein reichhaltiges künstlerisches und kulturelles Erbe ist dies ist zu wenig.

Zuletzt ist der gesetzlich vorgesehene undemokratische Entscheidungsprozess (nicht nur in dieser Frage) zu kritisieren. Über die Einrichtung, wesentliche Umstrukturierung und eben Schließung von Studiengängen und Organisationseinheiten der Hochschulen kann die jeweilige Hochschulleitung alleine mit dem Landesministerium entscheiden. Eine Mitwirkung zumindest grundlegend demokratischer Hochschulorgane, wie Senat und Fakultäts- bzw. Fachbereichsrat, ist nur in Form nicht bindender Stellungnahmen vorgesehen, über die sich die Hochschulleitung jederzeit hinwegsetzen kann.

Aus diesen Erwägungen heraus fordert die LAK den Erhalt des Kunsthistorischen Instituts der Universität Osnabrück sowie grundsätzlich eine ausreichende, drittmittelunabhängige Grundfinanzierung sowie eine Demokratisierung der Entscheidungsprozesse an den niedersächsischen Hochschulen.

Hochschulen sozial gestalten – Ein Forderungspapier für die niedersächsische Landtagswahl 2018

Sechzehn Jahre nach der Bologna-Erklärung ist die darauf folgende Reform weitestgehend umgesetzt. Ihre Prämissen und Imperative sind im Verbund mit dem Konsens der Politik für eine neoliberal-wettbewerbliche Orientierung der Hochschulen weitestgehend zu den bestimmenden Faktoren im Hochschulwesen geworden. Damit insbesondere verbunden sind Schlagworte wie „Humankapital“ und „Employability“, eine erhöhte Verschulung und Einengung des Studiums sowie das Konzept der unternehmerischen Hochschule. Diese passt ihre Bildung an Marktzwänge an und muss sich im Wettbewerb um verknappte Finanzmittel behaupten. Wettbewerbsgeleitete Managementstrukturen und Standortwettbewerb prägen so derzeit die Hochschulen. Die aktuelle Generation von Präsident*innen befeuert dazu noch einen unnötigen Wettbewerb um Studieninteressierte. Das hat Auswirkungen auf die Hochschulangehörigen. Durch einen zentralisierten, einerseits überbürokratisierten und andererseits entdemokratisierten Kontrollapparat werden diese nach ihrer Verwertbarkeit kategorisiert, bewertet und sortiert. Letztlich werden sie dadurch auch diszipliniert und damit an Märkte und marktbestimmte Konformitätsvorstellungen angepasst. Eine freie Bildung ist unter diesen Umständen kaum möglich. Dazu zeigen Abbrecher*innenzahlen sowie Statistiken zu Burnout, Depression und Medikamentenmissbrauch, dass das aktuelle Bachelor- und Masterstudium Menschen krank macht. Der Druck, sich Regelstudienzeiten und Prüfungszwängen anzupassen, ist oft größer, als die Möglichkeit, die noch gebliebenen Freiheiten zu nutzen. All das sind prekäre Studiums-, Arbeits- und Lebenssituationen. Das trifft insbesondere diejenigen Mitglieder unserer Gesellschaft, die auch aufgrund ihrer sonstigen Lebenssituation weniger anpassungsfähig sind.


Aufgrund dieser Missstände wollen wir uns im Wahlkampf und nach der Landtagswahl 2018 für ein Ende dieser prekären Verhältnisse und Situationen stark machen und uns stattdessen für soziale Bedingungen in Studium und Arbeit an niedersächsischen Hochschulen
einsetzen. Selbiges fordern wir hiermit von den kandidierenden und insbesondere von den danach regierenden Parteien. Weiterlesen

Offener Brief der Studierendenschaften zur Thematik ‚Rahmenvertrag VG-Wort/KMK‘

In der letzten Woche haben KMK und VG Wort erklärt, dass ein erneutes Verhandlungsteam sich mit der Situation auseinandersetzen wird und heute haben diese Verhandlungen bereits zu den ersten Ergebnissen geführt. Als Zwischenlösung wird es bis September 2017 wie bisher eine pauschale Vergütung für die Ansprüche der VG Wort geben (siehe genaueres). Dies begrüßen wir ausdrücklich. Jedoch kann dies nur ein erster Schritt sein und es müssen jetzt schnell weitere unter explizitem Einbezug der Studierenden erfolgen. Weiterlesen

Studieren wie in den 90ern? Wir sehen uns am Kopierer!

Ab dem 1.1.2017 werden nach aktuellem Stand die Möglichkeiten, Studierenden auf legale Weise Lehrmaterialien zur Verfügung zu stellen, deutlich eingeschränkt.

Die Kultusministerkonferenz (KMK), der Bund und die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) haben sich auf einen neuen Rahmenvertrag zur Vergütung von Ansprüchen für Nutzungen von wissenschaftlicher Literatur nach § 52a UrhG an öffentlichen Hochschulen verständigt. Weiterlesen